„Nicht am Ziel wird der Mensch groß, sondern auf dem Weg dorthin“

Ralph Waldo Emerson

Über mich

Manche Lebenswege verlaufen nicht geradlinig.

Sie führen durch verschiedene Länder, Kulturen und berufliche Kontexte – und bringen immer wieder dieselben Fragen mit sich:

Wo gehöre ich hin? Was ist mir wirklich wichtig?
Diese Fragen haben auch meinen eigenen Weg geprägt.

Ich bin in Bulgarien aufgewachsen und habe mich früh für Sprachen, Kulturen und unterschiedliche Lebensrealitäten interessiert. Mein Studium führte mich zunächst in die Arabistik und Anglistik – und für ein Jahr nach Damaskus.
Diese Zeit hat meinen Blick nachhaltig verändert. Ich bin Menschen begegnet, die anders denken und anders auf die Welt schauen. Und ich habe begonnen zu verstehen, wie sehr unser Erleben von Kontext und Perspektive geprägt ist.

Mit der Zeit wurde eine andere Frage für mich immer wichtiger:
nicht nur, wie Menschen sich ausdrücken – sondern was sie innerlich bewegt. Wie beeinflusst unser Erleben unsere Sprache?

Der Schritt zur Psychologie war für mich deshalb weniger ein Neuanfang als eine Vertiefung.
Ich bin nach Deutschland gegangen, um diesen Fragen weiter nachzugehen – in einem Umfeld, in dem psychologisches Denken eine lange Tradition hat und der Zugang zu einem breiteren Spektrum von wissenschaftlichen Perspektiven möglich war.
Ich habe mein Studium in Deutschland fortgesetzt und promoviert. Dabei habe ich mich mit Motivation und interkultureller Psychologie beschäftigt – Themen, die mich bis heute begleiten.
Nicht als abstrakte Konzepte, sondern als etwas, das sich im Alltag zeigt:
in Entscheidungen, in Übergängen und in Momenten von Unsicherheit.

Was von außen wie ein klarer Weg wirken mag, hat sich von innen oft anders angefühlt.
Als ein wiederkehrendes Sich-neu-Verorten.
Als ein Innehalten zwischen dem, was war, und dem, was noch entsteht.
Ich habe erlebt, wie herausfordernd es sein kann, sich von vertrauten Sicherheiten zu lösen.
Und wie viel Mut es braucht, sich auf etwas Neues einzulassen, ohne genau zu wissen, wohin es führt.
Gleichzeitig habe ich erlebt, dass gerade in diesen Phasen etwas entstehen kann, das tiefer trägt: ein klareres Gefühl für sich selbst, für das, was wichtig ist – und für die eigene Richtung.

Mein beruflicher Weg hat mich durch unterschiedliche Bereiche geführt – in die Wissenschaft, in Organisationen und in den sozialen Bereich.
Ich habe mit Menschen gearbeitet, deren Lebensgeschichten sehr unterschiedlich sind. Und doch begegnet mir immer wieder etwas Gemeinsames:
die Suche nach Orientierung, nach Zugehörigkeit, nach einem stimmigen Platz im eigenen Leben.

Heute lebe ich in Deutschland und begleite Menschen weltweit, die sich in solchen Übergängen befinden – zwischen Ländern, zwischen Rollen oder zwischen verschiedenen Lebensphasen.
Was mich dabei leitet, ist weniger eine Methode als eine Haltung:
Achtsam zuzuhören, ohne vorschnell zu bewerten.
Raum zu geben, ohne sich zu verlieren.
Und gemeinsam auszuhalten, dass nicht alles sofort klar sein muss.

Berufserfahrung

2020 – heute
Mitarbeiterin der Betreuungsbehörde
• Unterstützung der Betreuungsgerichte und Beteiligung am Betreuungsverfahren
• Aufgaben im Vor- und Umfeld von rechtlichen Betreuungen u.a. Gewinnung, Beratung und Coaching von rechtlichen Betreuern, Beratung in Konfliktlagen
• Vorträge, Präsentationen, Organisation von Fachtagungen und Schulungen
• Projektleitung Modellprojekt „Erweiterte Unterstützung“

 

2016 – 2020
Integrationsmanagement mit Menschen mit Fluchterfahrung

 

2013 – 2016
Psychologische Beratung mit Schwerpunkt Positive Psychologie

 

2009 – 2013
Leiterin Forschung und Entwicklung im Bereich Personalauswahl

 

2008 – 2009
Senior Consultant im Bereich Marktforschung

 

2004 – 2008
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Tübingen, Abteilung Allgemeine und Angewandte Psychologie
Hochschullehre:
• Themenschwerpunkte: Interkulturelles Management und Lernpsychologie u.a.
Wissenschaftliche Forschungstätigkeit:
• Themenbereiche: Motivationspsychologie und Interkulturelle Psychologie

 

2000 – 2004
Wissenschaftliche Hilfskraft am Psychologischen Institut der Universität Tübingen
Schwerpunkt: Motivations- und Kognitionspsychologie

2004 – 2008
Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Dissertation auf dem Gebiet der Interkulturellen und der Motivationspsychologie
Gesamtnote: summa cum laude
Qualifikation: Dr. rer. nat.

 

1998 – 2004
Studium der Psychologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Diplomarbeit auf dem Gebiet der Motivations- und Volitionspsychologie
Gesamtnote: Sehr gut
Qualifikation: Diplom-Psychologin

 

1997 – 1998
Studium der Psychologie an der Sv. Kliment Ohridski Universität Sofia, Bulgarien

 

1992 – 1993
Sprachstudium am Arabic Teaching Institute for Foreigners in Damaskus, Syrien

 

1991 – 1997
Studium der Arabistik an der Sv. Kliment Ohridski Universität Sofia, Bulgarien.
Diplomarbeit auf dem Gebiet der Textlinguistik
Gesamtnote: Ausgezeichnet
Qualifikation: Diplom-Arabistin
Zweitfach: Englische Sprache und Literatur

 

1987 – 1991
Gymnasium mit deutschem Zweig in Sofia, Bulgarien
Abschluss: Abitur mit Auszeichnung

 

Fortbildungen
Seit 2025
Fortbildung in Lösungsorientierter Kurzzeittherapie

 

1998
Intensive Training Course for the Practice of Cognitive Behaviour Therapy with Psychological Problems and Substance Abuse Disorders, University of Oxford

Slavova, I. (2003). Mindsets, Rückmeldung und Erwartungen: Der Umgang mit Erfolg
und Misserfolg. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Tübingen: Tübingen.

 

Puca, R.M., & Slavova, I. (2007). Mindsets and social comparison: Being aware of the
competitor. Psychology Science, 49, 44-57.

 

Slavova, I. (2008). Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung: Motive im Kontext unterschiedlicher
Kulturen. Hamburg: Verlag Dr. Kovac.

 

Slavova, I., Puca, R.M., & Üstünsöz-Beurer, D., (2008). A System for Scoring Motive
Imagery in Pictures. Poster session presented at the XXIX International
Congress of Psychology, Berlin, Germany.

 

Stapf, K.-H., & Slavova, I. (2009). Lexikalische Entscheidungsaufgabe. In H. O. Häcker &  K.-H. Stapf (Hrsg.), Dorsch Psychologisches Wörterbuch (15. Aufl.). Bernd: Hogrefe. Weitergeführt in M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (20. Aufl., 2021).

 

Slavova-Rempfer, I., Grutschnig, D., & Schwedler-Allmendinger, A. (2024). Modellprojekt
Erweiterte Unterstützung bei der Betreuungsbehörde Landkreis Ludwigsburg: Beschreibung
der Umsetzung und erste Erfahrungen. BtPrax 5/2024, 165-169.

Interessen

Neben meiner Arbeit gibt es vieles, was mich begeistert und mir Kraft gibt.

Die Psychologie ist für mich dabei nicht nur Beruf, sondern auch echtes Interesse – sie begleitet mich im Alltag und hört für mich nicht einfach nach Feierabend auf.


Einen wichtigen Ausgleich finde ich in Bewegung und Fokus: Seit vielen Jahren trainiere ich Ju-Jutsu, und auch das Bogenschießen fasziniert mich. Diese Mischung aus Konzentration, Ruhe und innerer Klarheit bringt mich immer wieder zurück zu mir selbst.


Kreativität finde ich in der Musik. Gitarre zu spielen ist für mich ein Weg, Gedanken und Gefühle auszudrücken, für die es manchmal keine Worte gibt.


Eine meiner größten Leidenschaften ist das Lesen. Bücher haben mir schon immer neue Welten eröffnet und mich Dinge erleben lassen, die weit über mein eigenes Leben hinausgehen.


Und manchmal sind es auch digitale Welten, in die ich eintauche: Open-World-Spiele auf der PlayStation geben mir – ähnlich wie Bücher – die Freiheit zu entdecken, zu erkunden und für einen Moment alles andere auszublenden.

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